Wasserenthärtung

Bei der Wasserenthärtung ist das Ziel, die Wasserhärte, also den Kalk, aus dem Wasser zu entfernen. In der Regel wird die Wasserenthärtung bei Leitungswasser eingesetzt, zum Beispiel im Haushalt. Damit die Wasserleitungen, Geräte und Armaturen vor Kalk geschützt werden. Die Vorteile liegen darin, dass im Haus weniger geputzt werden muss und man Wasch-, Spül- und Reinigungsmittel einsparen kann.

Funktionsweise der Wasserenthärtung

Die Wasserenthärtung funktioniert über den sogenannten Ionenaustausch. Dabei nimmt ein spezielles Filtermaterial die Stoffe Kalzium und Magnesium aus dem Wasser und ersetzt diese gegen Natrium. Nach der Enthärtung ist das Wasser weicher, da die Wasserhärte deutlich reduziert wird. Das bedeutet, es ist kein oder nur noch ganz wenig Kalk im Wasser. Lesen Sie hier mehr über die Funktionsweise der Wasserenthärtung mittels Kationenaustausch.

Wasserenthärtungsanlagen für Einfamilienhäuser

In einem Einfamilienhaus werden kleine Ionenaustauscher verwendet. Der Ionenaustauscher wird direkt nach der Wasseruhr und den Wasserfilter eingebaut. So kann sichergestellt werden, dass das gesamte Haus mit weichem Wasser versorgt wird. Sie haben in jeder Dusche, in der Küche oder beim Wäsche waschen die Vorteile von weichem, kalkfreiem Wasser.

Wasserenthärtung für Mehrfamilienhäuser

In einem Mehrfamilienhaus sollte eine deutlich größere Wasserenthärtungsanlage eingebaut werden. Die Größe hängt von der Anzahl der Wohnungen und damit von dem Wasserverbrauch ab.

Das Prinzip ist das gleiche, wie bei Einfamilienhäusern. Das gesamte Mehrfamilienhaus wird mit weichem Wasser versorgt, damit jede Wohnung von weichem Wasser profitiert.

Wann lohnt sich die Wasserenthärtung?

Nicht für jeden Haushalt ist eine Wasserenthärtungsanlage sinnvoll. Es gibt viele Gebiete, wo bereits weiches Wasser aus der Leitung kommt, doch nicht jedes Leitungswasser bietet diese optimalen Bedingungen. Aufgrund der Bodenbeschaffenheiten in Deutschland und vielen Teilen Europas, reichert sich Regenwasser auf dem Weg zum Grundwasser mit Mineralien wie Kalzium und Magnesium an. In Deutschland gibt es viele Gebiete mit hartem Wasser.

Ab wann sich eine Wasserenthärtungsanlage lohnt, muss jeder für sich entscheiden, allerdings sprechen Experten von einer Grenze von 14° dH, ab der sich der Einbau einer Wasserenthärtungsanlage lohnt.